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Die Geschichte unseres Vereins

Rahmenbedingungen

Am Beginn des vorherigen Jahrhunderts hieß die heutige Bayer AG noch Farbenfabriken Bayer und die Farbenproduktion war noch ein Kerngeschäft.

Die industrielle Entwicklung machte große Fortschritte und es gab die ersten Gartenvereine im damaligen Wuppertal, meist in Verbindung mit Kleingartenanlagen.

Aber ganz viele Gartenvereine wurden aber in den Jahren im oder nach dem I. Weltkrieg gegründet, denn es herrschte Krieg in Europa und der Welt und Deutschland litt unter der britischen Seeblockade. Deutschland hat zu der Zeit etwa ein Drittel seiner Nahrungsmittel importiert. Bereits im Frühjahr 1915 gab es einen Aufruf der Stadtverwaltung in Barmen Gartenland anzulegen und mit Kartoffeln und Gemüse zu bepflanzen, um deren Mangel entgegen zu wirken.

Im Sommer 1916 kam es zusätzlich zu einer Missernte in Deutschland, die die Versorgungslage noch erheblich verschlechterte, der Steckrübenwinter 1916/17 ist sprichwörtlich geworden.

Um gemeinsam die Wirtschafts- und Versorgunglage im Land zu verbessern, meist Kleingartenvereine, gegründet. Denn gemeinsam ging es ganz sicher besser und das gilt ja auch heute noch.

 

Gründung des Vereins 1916

Um sich bestmöglich selbst zu versorgen, taten sich auch Mitarbeiter auf Initiative des damaligen Werksleiters Dr. Robert Emanuel Schmidt im Bayer Werk Elberfeld zusammen, um gemeinsam Saatgut, Düngemittel und Geräte zu beschaffen, und gründeten dazu den Gartenbauverein, der heute ein eingetragener Verein ist und korrekt ‚Gartenbauverein der Bayer AG in Wuppertal‘ heißt.

Ein Kleingartenverein gehörte damals noch nicht zum Gartenbauverein, der kam erst später dazu. Aber neben den gärtnerischen Sachthemen wurden schon in den Gründerjahren die Geselligkeit gepflegt und alljährlich gemeinsame Ausflüge unternommen.

Auch nach dem 1. Weltkrieg war eine Selbstversorgung hilfreich, es folgte die Währungsreform, wenig später die Weltwirtschaftskrise, der zweite Weltkrieg, die Hungerjahre danach und der Wiederaufbau. Aus dieser Zeit sind nur ganz wenige Informationen zugänglich.

Mit fortschreitendem Wirtschaftswunder in Deutschland und der damit verbundenen immer besser werdenden wirtschaftlichen Situation verlagerte sich der Schwerpunkt der gärtnerischen Tätigkeit weg von der Notwendigkeit zur Selbstversorgung hin zum Hobby und zur Erholung als Ausgleich zum beruflichen Alltag und dessen Belastung oder als Ausgleich für eine unbefriedigenden Wohnsituation bis hin zur Gestaltung sozialer Kontakte.

Und so gibt es heute rund 8000 Kleingärten allein in Wuppertal, in dieser Zahl sind die Kleingärten der Bahn-Landwirtschaft enthalten.

Unser Gartenbauverein wurde 1982 als gemeinnütziger Verein ins Vereinsregister beim Amtsgericht Wuppertal eingetragen, als Aktivitäten wurden Fachvorträge und Seminare sowie Studienfahrten angeboten. Die Mitglieder des Vereins waren sowohl Hausgärtner, also Haus- und Wohnungsbesitzer mit einem Garten, aber auch Kleingärtner, deren Gärten sich in verschiedenen Anlagen Wuppertals befanden.

 

Aufbau der Kleingartenlage ab 1984

Als im Wuppertaler Generalanzeiger eine kurze Notiz zur geplanten Erweiterung der Kleingartenanlage ‚Zum Eichholz’ erschien , ergab sich die Chance, den Wunsch des damaligen Vorstandes unter Leitung von Dr. Schlossmann zu verwirklichen.

Der Gartenbauverein bewarb sich daher um diese Kleingartenanlage am Dorner Weg und erhielt den Zuschlag für die Einrichtung von 66 Kleingärten auf einem Gelände am Dorner Weg.

Ab Ende 1984 erfolgte dann der gemeinsame Aufbau der Infrastruktur und der Lauben in einer gemeinsamen Kraftanstrengung der Kleingärtner, des Gartenbauvereins, der Stadt Wuppertal und der Bayer AG, die mit Rat und Tat vor allem aber mit materieller Unterstützung half.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch den persönlichen Einsatz der Pächter entwickelte sich eine schmucke Kleingartenanlage, in der die Gärtner nach Ihren persönlichen Vorstellungen Entspannung von der beruflichen Belastung, Ruhe vom Lärm der Innenstädte oder einfach Spaß am Gärtnern finden konnten. Zusätzlich kann der Garten auch noch gesundes Obst und Gemüse für die Familie liefern.

Das Vereinsleben ist ansonsten geprägt durch Bildungsreisen, Ausflüge und Vorträge und so konnten wir im Jahr 2016 unser 100 jähriges Bestehen feiern.

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